| Heli-Skiing, Champagne Powder, Fluffy
Stuff, Back Country ohne Ende oder die einfach die "friendly
Canadians" - wohl jeder der auf einem oder zwei Brettern durch
den Schnee pflügt, hat wohl schon mal mit dem Gedanken gespielt,
ein paar Tage Kanada zu nehmen. Um Euch diesen Trip etwas zu erleichtern,
haben wir in unserem Special versucht, allerlei Wissenwswertes und
Interessantes zum Thema Kanada und Powder zusammenzutragen. So get
there, as soon as possible!!
Wie ihr auf der weiter unten abgebildeten Karte
seht, befinden sich alle in Europa bekannten Ski Resorts Kanadas
im Westen des Landes in Alberta und British Columbia (B.C.). Nicht
das der Rest der Kanadischen Berge zum Skifahren oder Boarden nichts
hergäbe, allein,- es fehlt an Siedlungen und übrigens
auch an Bedarf. Man sollte nicht vergessen, daß in Kanada
die Relation von Größe des Landes zur Bevölkerung
eine etwas andere ist als in Europa. Insofern reicht das bisherige
Skigebiets-Angebot für Einheimische und jede Menge Touristen
mehr als aus.
Wer aus den Sommerangeboten der Veranstalter diese
Atlantik bis Pazifik-Camper-Touren kennt, dem sei nur gesagt, das
im Landesinneren schnell mal 2,5 Meter Schnee über Nacht fallen,
da sag ich nur: "Viel Spaß beim fröhlichen Camper-Ausbuddeln".
Wer trotzdem mehr als ein Skigebiet mit seiner Anwesenheit erfreuen
möchte, sollte die Transferorganisation im Winter wirklich
lieber Leuten überlassen, die sich damit auskennen.
Infos von A - Z:
A wie Alter:
Kein Witz, Kanadische Gesetze bestimmen ein Mindestalter
von 19 Jahren für alle Heliskiing-Aspiranten.
A wie Ausweise: Deutsche, Österreicher
und Schweizer benötigen einen Reisepaß, der bei Einreise noch mind.
sechs Monate gültig sein muß. Kein Visum erforderlich. Bürger anderer
Länder erkundigen sich bei der Kanadischen Botschaft in Bonn (0228-81
24 00-0) bzw. bei der US Travel & Tourism Adminstration in Frankfurt
(069 - 95 67 90-0)
A wie Auto: Der deutsche Führerschein
ist in B.C. bis zu 6 Monate gültig, auch für Wohnmobile. Verkehrsregeln
entsprechen weitestgehend den unsrigen, es besteht gurtpflicht,
Kinder unter 5 Jahren müßen in einem Kindersitz sitzen. An roten
Ampeln darf bei freier Strecke und nach vollständigem Halt rechts
abgebogen werden. Warnblinkende Schulbusse dürfen nicht überholt
werden - auch nicht aus der Gegenrichtung. Don´t drink and drive
(Grenze: 0.08 Milligram Alkohol). Highways und Landsraßen max. 80
km/h, innerorts 50 km/h. Seid vorsichtig - "speeding" zieht empfindliche
Strafen nach sich.
B wie Benzin: Wer mit einem Mietwagen
unterwegs it, wird sich über die deutlich billigeren Spirtpreise
freuen. Achtung an Selbstbedienungs-tankstellen, oft müssen die
Säulen erst mit Bargeld oder Kreditkarte freigeschaltet werden.
B wie Betten: Es
gibt fast nie Drei- oder Vierbettzimmer, meistens sind ein oder
zwei Betten und eine Ausziehcouch oder Zustellbett im Zimmer. Betten
sind "King Size" oder "Queen Size" (franz. Doppelbett)und i.d.R
groß genug für 2 Personen
F wie Fliegen: Transatlantikflüge
sind ja in den letzten Jahren mehr als erschwinglich geworden, aber
dennoch gilt, wer zuerst kommt, kriegt die besten Schnäppchen. Last
Minute, wie nach Mallorca ist hier sehr selten, die meisten Strecken
werden mit Linienflügen bedient, d.h. ( häufig ) je günstiger der
Tarif, desto komplizierter die Bedingungen. Ca. Flugzeiten:
| Frankfurt - Calgary |
ca. 9 Std. |
| Frankfurt - Vancouver |
ca. 10 Std. |
| Calgary/Vanvcouver - Kelowna |
ca. 35 Min. |
| Calgary/Vancouver - Kamloops |
ca. 45 min. |

G wie Gepäck: Auf Linienflügen gilt
das Piece Concept, was bedeutet, dass Ihr zwei Gepäckstücke bis zu
je 32 Kg mitnehmen dürft. Ski oder board zählen als ein Stück. Daher
unser TIP: Mit mehreren zusammentun und alle Skier oder Boards in
einen Skisack oder Boardbag packen. Leihmaterial gibt es natürlich
auch überall, ist aber ohne Buchung über die Veranstalter nicht ganz
billig.
G wie Geographisches:
Fläche: 9.970.610 qkm, Bevoelkerung: 26,9 Millionen, Hauptstadt:Ottawa,
Landessprache:Englisch, Französisch Ortszeit: Ottawa/Toronto MEZ-6,
Calgary -8 und Vancouver -9 Stunden
K wie Kleidung: Das Winterklima in den
Kanadischen Rockies ist Extrem, also denkt bitte an entsprechend funktionelle
Kleidung. Speziell wenn man sich für HeliSkiing interessiert geht
an mehrenen funktional auf einander abgestimmten Schichten kein Weg
vorbei. Also Goretex oder Mikrofaser als äußere Schicht wählen, dann
Fleeceteile o.ä. und darunter Funktionswäsche, die den Schweiß vom
Körper weg transportiert. Skibrille, Mütze oder Tiefschneemaske gehören
ebenso ins Gepäck, wie gute Stulpen Handschuhe.
M wie Money: Alle gängigen Kreditkarten
werden aktzeptiert, aber keine Euroschecks!! Wer auf Schecks steht,
sollte sich Traveller Checks in Landeswährung besorgen. Banken haben
meist von Mo. - Fr. von 10:00 - 18:00h geöffnet.
P wie Preise: Achtung,
Umsatzsteuern variieren nach Bundesstaat und besonders ungewohnt ist,
das Preisschilder die Tax nicht beinhalten - kann an der Kasse eine
böse Überraschung geben!
S wie Stromversorgung: 110-120 (Adapter
erforderlich) Volt
R wie Rauchen: Raucher haben ein schweres
Leben in Amerika. Das geht los damit, daß auf fast allen Transatlantikflügen
strenges Rauchverbot herrscht ( Und wer´s auf Toilette versucht, bekommt
"oanen ganz gepflegten Ärger" ). Und dann steigt man aus
und denkt jetzt aber los und Pustekuchen, auch auf den Airports kein
Herz für Raucher. Und schließlich gibt es mittlerweile eine ganze
Menge Restaurants, die nicht mal mehr eine Raucherzone haben. Also
- Gelegenheit nutzen und dem Zeug endgültig entsagen!
T wie Temperaturen: Es ist eine Mär,
daß es in Kanada im Winter immer "Schweinekalt" sei. Durchschnittliche
Temperaturen sind -5 bis -7 Grad Celsius. Tatsache ist aber, es kann
durchaus vorkommen, daß es mal -30 Grad wird, genauso kann es aber
auch mal Temperaturen über 0 Grad geben.
T wie Trinkgeld: Da Ihr in Nordamerika
immer wieder einen viel freundlicheren Service als bei uns erleben
werdet, solltet ihr dies auch entsprechend honorieren. In Kanada,
wie auch in den USA zählt das Trinkgeld wesentlich zum Einkommen des
Servicepersonals. Also Hand in die Tasche und Geld rausholen - gebt
Euch einen Ruck. Wer übrigens kein Tip gibt outet sich schnell als
"fuckin tourist" 15 Prozent sollte also selbstverständlich sein!
V wie Versicherungen: Bitte denkt unbedingt
an eine Auslandskrankenversicherung, nicht alle Kosten werden von
den gesetzlichen Kassen erstattet. Ihr seid schließlich in einem anderen
Kontinent! Daneben ist auch eine Rücktrittskostenversicherung ganz
sinnvoll, denn trotz alles Schnäppchen ist der Trip nach Amerika nicht
ganz billig und damit werden auch evtl. anfallende Stornopauschalen
bei einem Rücktritt eurerseits nicht geringer!
W wie Wintersport: 43 Ferienorte gibt
es allein in British Coloumbia (B.C.), die zum Skifahren oder Snopwboarden
einladen. Whistler weist mit 1.609 m Nordamerikas größte Höhendifferenz
auf. Neben diesen klassischen Winteraktivitäten, laden die meisten
Orte zum Schneeschuhwandern, Hundeschlittenfahren, Langlaufen oder
Snowmobilfahren ein.
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